Wrangelkiez Kreuzberg
Auf zirka 46 ha zwischen Oberbaumbrücke, Schlesischem Tor und Görlitzer Park erstreckt sich ein Altbauquartier: Der Wrangelkiez Kreuzberg. Rund 12.500 Menschen unterschiedlichster Nationen haben hier ihr Zuhause gefunden und trotz aller Negativschlagzeilen, die dieser „Problembezirk“ mit sich bringt, tobt hier das multikulturelle Leben, gibt es hier ein besonderes Flair – das Kreuzberg-Flair, könnte man sagen.
Immer mehr Studenten zieht es in den Wrangelkiez Kreuzberg, weshalb hier Lebendigkeit herrscht, die Ihresgleichen sucht. Zwischen den Gerüchen internationaler Küche findet man kleine Galerien mit nicht ganz alltäglicher Kunst, Buchläden, die einen Geruch des Alten verströmen, und Clubs, die selbst Insidern nur als Insider bekannt sind. Wie ein Magnet zieht der Wrangelkiez Kreuzberg Hauptstädter und Neu-Berliner an, die quirligen Multikulti-Mix lieben.
Auch Nachtschwärmer sind im Wrangelkiez Kreuzberg jedes Wochenende anzutreffen. Die Clubs haben Wohnzimmer-Flair und bieten alles zwischen Rock, Indie, Elektro und Pop. In anderen Ecken finden sich noch die Stile Alternative, Punk, Ska, Hardcore und Metal – für jeden Geschmack das Richtige im Wrangelkiez. Einige Bars geben den Blick auf die Spree frei – und wer gerne mit seiner Kamera das besondere Berliner Szene-Feeling sucht, kommt am Wrangelkiez definitiv nicht vorbei. Der Kiez hat von seinem ursprünglichen Charakter nichts verloren, wenngleich sich hier auch die Szene der Hauptstadt wiederfindet – er ist der wohl authentischste Berliner Kiez. Etwas prollig, mittlerweile szenig, multikulturell und kulturell, abgefahren und doch harmonisch. Ein „Problembezirk“, der den Touri-Ecken Berlins echte Konkurrenz verschafft – kein gewöhnlicher Touristenort, sondern die außergewöhnliche und doch originalste Ecke Berlins.
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