Schloss Bellevue
Im Schloss Bellevue hat seit 1994 wieder der Bundespräsident seinen ersten Amtssitz. Während das schöne Schloss im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört wurde, baute man es zwischen 1954 und 1959 wieder auf. Wo sich jetzt der Mitteleingang befindet, gestaltete man 1938 das ursprüngliche Gebäude um, sodass es als Gästehaus der Reichsregierung genutzt werden konnte. Erstmals erstellt wurde das Schloss Bellevue 1785 / 86 im Stil des Klassizismus von Philipp Daniel Boumann. Es war das erste Schloss in Berlin in diesem Stil.
1791 gestaltete Carl Gotthard Langhans einen Ballsaal im Inneren des Schlosses. Auch heute noch wird dieser genutzt; als Empfangshalle für offizielle Audienzen. Insgesamt gestaltet sich das Schloss Bellevue dreiteilig: Neben dem langgestreckten Haupthaus gibt es rechts und links je einen Seitenflügel; zur linken den sogenannten „Damenflügel“, zur rechten den „Spreeflügel“. Die beiden Seitenflügel sind in ihrer Gestaltung eher in schlichter Eleganz gehalten, während das Haupthaus mit seinen zwei Stockwerken recht opulent gestaltet wurde.
Sandsteinfiguren auf dem Giebel des Haupthauses zeigen Personifikationen wichtiger Berufszweige: Ackerbau, Fischzucht und Jagd. Vor dem Schloss Bellevue eröffnet sich ein traumhaft schön angelegter Park und die Lage mitten im Tiergarten beim Spreeufer sorgt für einzigartiges Idyll – fern ab jeder Großstadthektik.
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