Schlösser in Brandenburg: Schloss Oranienburg
Nur 25 Bahnminuten von der Hauptstadt Berlin entfernt, befindet sich das Schloss Oranienburg, welches das älteste Schloss ist, was sich in Brandenburg finden lässt: Ab 1651 wurde es vom Kurfürsten Friedrich III. für seine erste Frau Louise Henriette von Oranien erbaut - womit auch der Name des Ortes geklärt ist. Prunkvoller ausgebaut wurde es erst um 1700. Nachdem der Zweite Weltkrieg das Schloss Oranienburg in Mitleidenschaft gezogen hatte, wurde es am 29. November 2003 wiedereröffnet und ist seither Schauplatz für Konzerte, Kabarett und Theater.
Das Schloss Oranienburg hatte um 1700 herum seine wohl rühmlichste Phase: Es galt als das schönste Schloss, welches in der preußischen Monarchie zu finden war. Eine Renaissance dieser Blütezeit fand das Schloss Mitte des 18. Jahrhunderts, als Prinz August Wilhelm von Preußen, ein Bruder Friedrich des Großen, das Schloss als seine Residenz bewohnte. Die einzelnen Etappen, die das Schloss Oranienburg als stummer Zeitzeuge miterleben durfte, werden erzählt im hauseigenen Schlossmuseum Oranienburg.
Imposante Kunstwerke wechseln sich in diesem Museum mit herrlichem Porzellan aus dem 17. und 18. Jahrhundert ab. Weiter findet der Besucher dieses Museums eine einzigartige - wenngleich ökologisch auch nicht einwandfreie - Sitzgruppe aus Elfenbein in diesem Schlossmuseum, welches um 1640 in Brasilien gefertigt wurde. Die Stadtverwaltung Oranienburg nutzt das Schloss Oranienburg heute; zum einen für den Sitz des Museums, zum anderen für diverse Veranstaltungen. Stellt man sich Schlösser prunkvoll, aber nicht zu protzig vor, wird das Schloss Oranienburg dafür sorgen, dass diese Vorstellung bestätigt werden kann.
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