Kanzleramt
I
m Jahre 1993 wurde die Entscheidung gefasst, Berlin wieder zur Bundeshauptstadt werden zu lassen. Dafür wurden natürlich einige neue Bauten notwendig - unter anderem wurde im Jahre 2001 das neue Kanzleramt erstellt. Gerne nennen die Hauptstädter und eingeweihte Touristen das Gebäude auch "Waschmaschine": Durch seine außergewöhnliche Architektur sieht das Kanzleramt tatsächlich etwas aus, wie der elektronische Haushaltshelfer. Zuständig für diese ungewöhnliche Architektur zeigte sich der Hauptstädter Axel Schultes.
Das Bundeskanzleramt reiht sich in das "Band des Bundes", bestehend außerdem aus dem Paul-Löbe-Haus, in dem Parlamentarierbüros eingerichtet sind, sowie dem Elisabeth-Lüders-Haus, in dem sich die Bundestagsbibliothek befindet. Dieses "Band des Bundes" zieht sich zwischen dem Tiergarten bis zum Reichstag. In zwei langen Seitentrakten sind im Kanzleramt die Büros der hier Arbeitenden untergebracht. Weiter gibt es einen erhöhten Mitteltrakt, in dem sich das Büro des Kanzlers und seiner Staatsminister befindet.
Der Repräsentationsbau enthält weiter die Wohnung des aktuellen Kanzlers, allerdings macht die derzeit im Amt befindliche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) keinen Gebrauch davon. Regelmäßig werden Führungen durch das Kanzleramt angeboten - für jeden Berliner und Berlin-Besucher ein absolutes Muss, wenngleich sicherlich schon mehr Touristen das Kanzleramt besichtigt haben, als die Berliner selbst. Obwohl das Kanzleramt in seiner Architektur beschwingt und leicht aussieht, gehört es zu dem größten Regierungsgebäuden weltweit.
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