Film Berlin: Die Berliner Schule mit Ade, Akin, Heisenberg und Petzold auf der 60. Berlinale
Vom 11.-21. Februar 2010 finden die 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. Die Berliner Schule hat wesentlich zur derzeitigen Bedeutung des Deutschen Autorenfilms auf internationaler Bühne beigetragen. Autoren wie Maren Ade und Fatih Akin schreiben selbst führen Regie und setzen die Filme mit eigenen Produktionsfirmen um. Zur Berlinale 2010 wird mit Erfolgen von Fatih Akins „Soul Kitchen“ und Benjamin Heisenbergs „Der Räuber“ gerechnet.
Die Autoren der Berliner Schule befassen sich in Ihren Filmen mit den gesellschaftlichen, sozialen und politischen Realitäten in Deutschland und Europa und erzielen durch präzise Arbeit mit geringen Mitteln internationale Erfolge.
Autorenfilmer genießen die Freiheit ungeachtet von einem oft imaginären Zuschauerwillen zu produzieren, was sie „interessiert“. Autorenfilme haben in der Regel ein Budget von ca. 1,5 Millionen €, das entspricht etwa den Kosten der Produktion eines Tatorts. Zum überwiegenden Teil kommen die Mittel aus der deutschen und europäischen Kulturförderung.
Den Grundstein für das Revival Deutscher Filmkultur legte Fatih Akin mit „Gegen die Wand“. Dafür erhielt er den Goldenen Bären 2004 und gelangte zu internationaler Anerkennung. Der österreichische Regisseur und Wahlberliner Hans Weingartner schaffte es kurz darauf „Die fetten Jahre sind vorbei“ in Cannes zu zeigen. Weitere Erfolge erzielten in den Folgejahren Maren Ade mit „Alle Anderen“ und Christian Petzold mit „Jerichow“.
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