Berliner Dom
Auf der Spreeinsel thront er: Der Berliner Dom. Der Petersdom in Rom stand einst für ihn Pate und die kolossale Kuppel des protestantischen Doms wurde zwischen 1894 und 1905 errichtet. Kaiser Wilhelm II. verlangte vom Erbauer Julius Raschdorff dieses imposante Bauwerk als Hauptkirche des preußischen Protestantismus. Eine der wohl aufregendsten Sachen am Berliner Dom: Die unterirdische Gruft mit den 97 Särgen der Hohenzollern. Einst war der Dom nämlich Tauf- und Traukirche der Hohenzollern.
Hinauf die Kaiserliche Treppe und hindurch durch verschlungene Gänge geht es auf in die Kuppel. Der Ausblick, der sich hier bietet, lässt jede Hochglanz-Berlin-Postkarte verblassen! Vor dem heutigen Bau des Berliner Doms gab es zwei Vorgänger: Eine für den Neubau abgetragene gotische Dominikanerkirche im Süden des Doms wurde zu Zeiten Friedrich des Großen zum barocken Dom. Der Zweite Weltkrieg hatte heftige Spuren im monumentalen Berliner Dom hinterlassen – seit dem Jahre 1975 wurde er wieder aufgebaut; diese Arbeiten zogen sich bis 1993. Einige Teile, wie die Denkmalskirche und die kaiserliche Unterfahrt, wurden bei diesem Wiederaufbau abgerissen und fehlen heute.
Im Inneren des Berliner Doms finden sich prunkvolle Verzierungen aus der Hand Julius Raschdorffs. 1850 entstand der Hauptaltar durch Friedrich August Stüler und das Altarbild fertigte Karl Begas d.Ä. Im Dommuseum lässt sich die komplette Geschichte des Doms verfolgen; inklusive Modellen, Bauplänen und Gemälden aus längst vergangenen Zeiten. Heute finden im Berliner Dom Gottesdienste, aber auch Konzerte, Führungen und viele weitere Veranstaltungen statt, die in einzigartiger Kulisse einen Hauch von Ehrfurcht mitschwingen lassen. Der Dom in der Hauptstadt zieht jährlich einige tausende Besucher an – kaum verwunderlich, bedenkt man die beeindruckende Geschichte des stummen Zeitzeugen.
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