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Ausstellung: Fotografien von Herlinde Koelbl im Berliner Martin Gropius Bau


Herlinde Koelbl ist bekannt wegen ihrer Langzeitstudien über Politiker und Manager. Die Künstlerin, die zu den bekanntesten deutschen Fotografinnen gehört, dokumentiert auch Alltägliches.

Eine umfangreiche  Werkschau im Berliner Martin Gropius Bau zeigt dies nun auf eindrucksvolle Weise. In einem Interview mit der Märkischen Allgemeine sagt Herlinde Kölbl auf die Frage ob Ihre dreiteilige Videoinstallation „Goldmund“, die keine Menschen zeigt, sondern nur ihre Münder, die erzählen, welche Träume und Fan-tasien sie sich erfüllen würden, wenn sie sehr, sehr reich wären:

“Ich habe im Fußballstadion, beim Rockkonzert, in Fußgängerzonen, in Museen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft angesprochen. Die meisten haben sehr offen und ehrlich geantwortet. In Köln am Domplatz fragte ich einen Mann, der aber gleich abwehrte. Als ich sagte, ich filme nur die Münder und er sei nicht zu erkennen, hat er zugestimmt und erzählt, dass er sich einen Harem wünschen würde. Das war sehr lustig. Geld ist etwas, was die Menschen bewegt. Und wie sagte Marcel Reich-Ranicki einmal: Es weint sich leichter im Taxi als in der Straßenbahn.”

Bekannt sind vor allem Herliinde Koelbls Fotografien aus der Serie die „Spuren der Macht”. Doi Künstlerin portaitierte Politiker wie Joschka Fischer, Gerhard Schröder und Angela Merkel, um zu fotografisch zu dokumentieren, wie sich Menschen im Amt verändern. Internationale Beachtung fand auch die Studie „Deutschen Wohnzimmer“ von 1980.

Die Foto-Ausstellung im Martin Gropiusbau in Berlin ist noch bis 1. November zu sehen.

Adresse und Öffnungszeiten Martin Gropius Bau Berlin
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